Was bei uns leider immer noch sehr oft als Esoterik abgetan wird, ist in ostasiatischen Kulturen fester Bestandteil des täglichen Lebens - die Achtsamkeit. Seine Wurzeln hat dieser Gedanke von Gewahrsein und Präsenz in den meditativen Praktiken des Hinduismus und dem Buddhismus, ist aber auch unabhängig von jeglichem religiösen Kontext eine wertvolle Technik für Stressbewältigung, Konzentration und Selbsterkenntnis - eine Kultur des Bewusstseins.
Achtsamkeit bedeutet, den gegenwärtigen Augenblick bewusst wahrzunehmen - das Geschehen um sich herum zu registrieren und die Empfindungen in sich selbst wahrzunehmen, ohne all das zu bewerten. Kein gut oder schlecht, kein richtig oder falsch, schön oder hässlich, positiv oder negativ.
Jon Kabat-Zinn (geb. 1944), ein amerikanischer Professor an der University of Massachusetts Medical School und Begründer der Mindfulness-Based Stress Reduction (Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion) formulierte es so:
"Achtsamkeit bedeutet, auf eine bestimmte Weise aufmerksam zu sein, bewusst im gegenwärtigen Augenblick und ohne zu beurteilen. Diese Art der Aufmerksamkeit steigert das Gewahrsein, und fördert die Klarheit und die Fähigkeit die Realität des gegenwärtigen Augenblicks zu akzeptieren. Sie macht uns die Tatsache bewusst, dass unser Leben aus einer Folge von Augenblicken besteht. Wenn wir in vielen dieser Augenblicke nicht vollständig gegenwärtig sind, so übersehen wir nicht nur das, was in unserem Leben am wertvollsten ist, sondern wir erkennen auch nicht den Reichtum und die Tiefe unserer Möglichkeiten zu wachsen und uns zu verändern. Achtsamkeit ist eine einfache und zugleich hochwirksame Methode, uns wieder in den Fluss des Lebens zu integrieren, uns wieder mit unserer Weisheit und Vitalität in Berührung zu bringen."
Achtsamkeit ist mehr als ein Konzept oder eine Theorie – sie lebt davon, erlebt und gespürt zu werden. Es reicht nicht, darüber zu lesen oder zu wissen, wie Achtsamkeit funktionieren könnte. Der eigentliche Wert entsteht erst, wenn sie im Alltag praktiziert wird.
Das Besondere an Achtsamkeit ist ihre Erlebnisqualität: Durch bewusstes Tun – sei es eine einfache Atemübung, ein Spaziergang in der Natur oder achtsames Essen – wird spürbar, wie Achtsamkeit die Wahrnehmung verändert. Plötzlich wirkt ein Moment intensiver, klarer und bedeutsamer. Diese direkte Erfahrung lässt Achtsamkeit greifbar werden, denn sie zeigt unmittelbar, wie das Bewusstsein zur Ruhe kommt und wie der Körper entspannt.
Darum ist es so wichtig, Achtsamkeit nicht nur als eine Idee zu sehen, sondern sie auszuprobieren – Schritt für Schritt. Jeder Moment, in dem Achtsamkeit bewusst geübt wird, bietet die Chance, sie zu erleben und zu spüren, welche positiven Veränderungen sie mit sich bringt. So wird Achtsamkeit zu einer gelebten Erfahrung, die nicht nur das Denken, sondern das ganze Leben bereichern kann.
Und genau das möchte ich mit meinen Achtsamkeitsprogrammen vermitteln.
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